Krisenmanagement in Spielbetrieben

Nachdem wir zuvor bereits Krisen in Casinos beschrieben haben, die im Zusammenhang mit Unfällen bzw. Vorfällen wie Bränden und Überfällen stehen, sollen nun Krisen besprochen werden, die sich aus dem Image von Casinos ergeben. Dabei werden wir uns auch ein reales Beispiel ansehen.

Taj Mahal von Donald Trump

Die möglichen Krisen, in die ein Casino aufgrund seines Image geraten kann, lassen sich sehr gut am Beispiel des Taj Mahal des US-Milliardärs und mittlerweile amtierenden Präsidenten der USA, Donald Trump, zeigen.

Was war genau passiert? Gegründet im Jahr 1990 war das Casino zunächst der ganze stolz des Immobilienmagnaten Donald Trump. Die Geschäfte liefen mehr als glänzend und der Spielbetrieb mit angrenzendem Hotel warf hohe Gewinne ab. Sogar Prominente wie Michael Jackson ließen sich regelmäßig im Taj Mahal blicken und verspielten ihr Geld an den Pokertischen. Damals galt das Taj Mahal als das größte und teuerste Casino-Hotel der Welt. Der damals kolportierte Preis: eine Milliarde Dollar.

Doch die Glückssträhne des Casinos und seines Besitzers sollte nicht lange anhalten, ganz im Gegensatz zu der vieler Spieler bei Lucky Nugget, dem Online-Casino. So hatte Trump das zum Bau nötige Geld mit so ramschigen Anleihen finanziert, dass die rund 14 % Zinsen das Casino schnell zu erdrücken drohten. Die dazu eintretende Rezession in den USA zog auch weitere Casino Donald Trumps in den Strudel der Insolvenz. Schnell galt das Taj Mahal als überzogenes Milliarden teures Irrprojekt in das kein Spieler mehr freiwillige gehen wollte. Nach fast zehn Jahren verabschiedete sich Trump daher von seinem Haus und verkaufte es an einen privaten Investor. Dieser konnte das Casino auch nicht rettet und ließ es im Jahr 2016 endgültig schließen.

Was lernt man nun aus dieser Geschichte? Dass es das beste Krisenmanagement bei einem Casino ist, dieses erst gar nicht in eine Krise geraten zu lassen. Denn wann die Krise erst einmal ausgebrochen ist, lässt sie sich kaum mehr beheben.