Die Beraterbranche im Aufwind

Die Beraterbranche kann auf eine ganze Reihe erfolgreicher Jahre zurückblicken: Nachdem bereits das Jahr 2016 mit einem starken Plus beim Umsatz beendet wurde, war auch 2017 ein voller Erfolg. So wurde in diesem Jahr erstmals die magische Grenze von 30 Milliarden Euro Umsatz geknackt. Nimmt man noch die Wirtschaftsprüfer hinzu, so ergibt sich ein Umsatz von sogar 75 Milliarden Euro. Selten ging es Beratern so gut wie heute.

Folgt man den aktuellen Zahlen der Umsatzsteuerstatistik, existieren in den Segmenten Steuerberatung und Wirtschafsprüfung, Rechtsberatung, Unternehmens- und Public Relations Beratung insgesamt etwa 198.000 Praxen und Kanzleien in Deutschland. Dabei ist die Struktur der Branche vor allem durch kleine und mittlere Unternehmen geprägt. Sie machen den Großteil der Branche aus. Die wenigen großen Beraterhäuser sind also eine Ausnahme. So verwundert es auch nicht, dass rund neunzig Prozent der Unternehmen einen Umsatz von weniger als 500.000 Euro im Jahr erwirtschaften.

Die Aufgaben von Beratern sind dabei sehr vielseitig. So unterstützen etwa Steuerkanzleien ihre Mandanten darin, rechtliche Vorgaben zu erfüllen. Auch die Tätigkeiten von Unternehmensberatern lassen sich in mehrere Bereiche untergliedern. Zu diesen zählen die Organisations- und Prozessberatung, die Strategieberatung, die IT-Beratung und die Human Resources Beratung.

Die Berater profitieren dabei von einer generell positiven wirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland. Geht es den Firmen gut, geht es auch den meisten Beratern gut. So werden sie längst nicht mehr nur dafür eingesetzt, marode Firmen zu sanieren. Sie sorgen auch dafür, dass profitable Firmen immer profitabler werden. So vertrauen auch Global Player wie Adidas, Allianz und Continental auf die Dienste der Berater. Das machen sie, um erst gar nicht in wirtschaftliche Nöte zu geraten. Die Berater freut es. Auch die Zukunft wird für sie weiter steigende Auftragszahlen und mehr Umsatz bereit halten. Zwar gibt es Herausforderungen wie die Digitalisierung, die Berater sollten sich selbst aber auch beraten können.